Eine Legende kehrt zurück: #BAB22

Staubwolken oder Matsch, krachende Tretlager und Kopfsteinpflasterstraßen über seichte Hügel. Das ganze Dorf am Straßenrand, alle feuern Fahrer:innen mit Ersatzschläuchen um den Oberkörper an. Berlin-Angermünde-Berlin war einer dieser sagenumworbenden frühen Radklassiker. Wir wollen ihn wiederbeleben. Als Challenge auf Asphalt, Schotter, Kopfsteinpflaster und Plattenwegen. Alleine oder im Rudel. Von der Metropole durch die Uckermark und zurück. Ein wilder Ritt durch feinstes Steppenwolf-Gebiet. Eine Homage an die vergangenen Held:innen auf zwei Rädern über 140 oder 200 km. Und bei der Premiere im November 2021 ein Fest im Schneegestöber.

Der Herbstklassiker

Berlin-Angermünde-Berlin ist der Steppenwolf in kompakt: Ein Tag in der Steppe Brandenburgs, der jede:n fordert. Es ist ein Ride, den ihr alleine oder als Rudel bestreiten könnt, ohne Support von außen. Auch hier gilt unser Ethos und Kodex. Start ist kurz nach Sonnenaufgang um 8 Uhr in Bernau (bei Berlin). Von dort folgt ihr dem GPX-Track über mittelalterliches Kopfsteinpflaster, Betonplattenwege aus der DDR, frischen Schotter und einige Klassikerhügel in der Uckermark und am Rand des Oderbruchs. Berlin-Angermünde-Berlin ist kein Rennen, sondern eine wilde und solidarische Fahrt auf historischen Wegen. Mit welchem Rad ihr teilnehmt, liegt ganz an euch. Um zu finishen, müsst ihr das Ziel in Bernau vor Mitternacht wieder erreichen. In der „Alten Post“ könnt ihr euch anschließen mit Getränken und veganer Paella wärmen.

Klassikerhistorie

Sommer 1896: Mit „Rund um Berlin“ wird das erste Radrennen Deutschlands geboren. Keine 15 Jahre später entsteht im Norden ein weiterer Klassiker: Berlin-Angermünde-Berlin. Auf Stahlrossen ohne Schaltung oder sonstigen Schnickschnack und ohne Unterstützung von außen jagen die Fahrer:innen über die Kopfsteinpflasterpisten oder die daneben liegenden Sommerwege. Das Rennen durch die Uckermark wurde ein echter Klassiker, zwischen den Jahren schwankte die Länge zwischen 150 km und 240 km. In der DDR gehörte es zu den wichtigsten Frühjahrsklassikern, in den 60ern nahmen auch polnische und kubanische Fahrer Teil. Später wurde es zu Ehren von Erich Schulz, einem bekannten, doch jung tödlich verunglückten Radsportlers, in Erich-Schulz-Gedenkrennen umbenannt. 1990 war nach der letzten Austragung erstmal Schluss – bis zu diesem Jahr. Doch wir kehren nicht mit Profis auf die Straße zurück – sondern unsupported auf die Pflasterwege, DDR-Platten und Schotterpisten der Steppe.

Route

Von Bernau vor den Toren Berlins geht es über Eberswalde in die Schorfheide: Rund um das Kloster Chorin warten die ersten Kopfsteinpflasterpassagen. In Angermünde habt ihr die Hälfte noch nicht ganz, denn der Rückweg führt Richtung Schiffshebewerk. Ab dem Parsteiner See warten mehrere Pavé-Sektoren und auch Anstiege auf euch, der Anstieg zum Maienpfuhl mit 100 Höhenmetern ist jedoch der Längste. Hier liegen auf dem 200 km Track auch gleich drei Sektoren mit der Bewertung von fünf Sternen. Hinter der Oderbruchkante ist das gröbste geschafft, es geht über einige Plattenwegssektoren und leichtere Pavéabschnitte zurück nach Bernau.

Für die Strecke wird es zwei Möglichkeiten geben: Eine über knapp 200 km und eine 140 km-Version mit höherem Asphaltanteil. Beide sind auf Gravelbikes ausgelegt – wild werden Ende November vielleicht beide. Mehr Infos dazu gibt es hier in den nächsten Wochen. Den genauen Track kriegt ihr in der Woche vor dem Start.

Die Anmeldung ist am 1. Oktober gestartet. Uns ist wichtig, möglichst vielen unterschiedlichen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. Deshalb startete die Anmeldung für FLINTA* (Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre, trans und agender Personen) am 1. Oktober. Ab dem 2. Oktober war sie für alle offen. Insgesamt gibt es im ersten Jahr 100 Plätze. Nach weniger als 10 Stunden waren alle Plätze ausgebucht.

Ob ihr dabei seid seht ihr unten in der Liste.

Eine Anmeldegebühr gibt es nicht, jedoch freuen wir uns über eine Spende am Startort. Als Orientierung gelten 0,5 % von eurem Ausrüstungswert.

Alle Räder sind willkommen.

Finisher:innen

200 km

Ben – Potsdam
Jannes K. – Berlin
Nis A. – Berlin
Michel K. – Berlin
Jonas R. – Berlin
Andreas W. – Dannstadt-Schauernheim
Florian S. – Berlin
Benjamin F. – Bernau
Mika – Berlin
Bruno – Berlin
Jasper – Hannover
Eric – Berlin
Oliver M. – Berlin
Vincenct – Berlin
Julia – Bochum
Oliver M. – Rehfelde
Thomas K. – Rehfelde
Alexander G. – Leipzig
Steffen – Berlin
Jünemann – Leipzig
Markus H.
Andrea G. – Prambachkirchen (Ö)
Fridolin S. & Immanuel H. – Berlin
Insa P. – Hamburg
Albrecht – Potsdam
Kristian W. – Berlin
Reinhard S. – Brodowin
Oliver T. – Berlin
Thorsten G. – Hamburg
Wojtek S. – Berlin
Mario K. – Berlin

140 km

Rainer M. – Berlin
Stefan G. – Berlin
Jakob W. – Berlin
Patrick – Hamburg
Veit – Berlin
Lisa B. – Dresden
Simon H. – Hamburg
Christoph P. – Berlin
Gary S. – Berlin
Maya – Berlin
Robert B. – Berlin
Kili – Berlin
Oleg – Berlin
Maren B. – Berlin
Antoine D. – Berlin
Andreas S. – Berlin
Benjamin R. – Berlin
Hagen S. – Berlin
Mathias F. – Berlin
Christian P. – Berlin
René P. – Berlin
Martin G. – Berlin
Flo – Berlin
Burkhard P. – Berlin
Sven W. – Neustrelitz
Kay S. – Wandlitz
Tobias W.
Georg B. – Berlin
Socke – Maaskantje
Markus H. – Brandenburg
Katarzyna S. – Berlin
Steffi – Berlin
Bernhard K. – Leipzig
Katrin L. – Leipzig
Jascha – Berlin
Lukas M. – Hamburg
Robert A. – Berlin
Sven J. – Potsdam
Bastian H. – Berlin
Moritz K. – Bielefeld
Heinz W. – Berlin
Jonas – Berlin
Stefan – Berlin
Karl S. – Leipzig
Paul H. – Berlin
Dorothea P. – Berlin
Vince N. – Berlin
Mai – Berlin
Suse – Biesenthal
Manuel J. – Berlin
Pascal P. – Gransee
Sophia L. – Eberswalde
Eric M. – Berlin
Alexandra K. – Berlin
Anna R. – Dresden
Bernd K. – Berlin
Christina – Berlin
Lena – Berlin
Nele – Berlin
Benni – Berlin
Miriam L. – Eberswalde
Friedrun O. – Bochum
Laura I. – Berlin
Magnus – Berlin